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Erster Kreisbeigeordneter in Frage gestellt

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So nicht, Herr Niederstraßer!

Herr Niederstraßer als verantwortlicher Dezernent für die Gesundheit der Bevölkerung sowie alle Politiker, die das Versprechen gegeben haben, alles für den Gesundheitsschutz Notwendige zu tun, sind jetzt gut beraten, wenn sie sich bei seriösen und erfahrenen Wissenschaftlern informieren und ihnen die Interpretation und Messung von Umwelt- und Krankheitsdaten überlassen, anstatt auf laienhaftem Niveau Theorien über irgendwelche „Echtzahlen“ (was ist das überhaupt?) etc. zu verbreiten, die jeder Substanz entbehren.
Die KV-Abrechnungsdaten von einem Quartal des letzten Jahres zeigen kein repräsentatives Bild der Erkrankungsdaten der Bevölkerung (oder will Herr Niederstraßer behaupten, dass jeder Bürger, der in dieser Zeit an Bronchitis gelitten hat, beim Arzt war, und damit seine Diagnose registriert wurde?) und sind in keiner Weise geeignet, daraus den Schluss zu ziehen, dass in Korbach keine weiteren Untersuchungen notwendig sind.
Herr Niederstraßer (FWG), Otto Wilke (FDP) und Kollegen sollten besser die Epidemiologen (das sind die Fachleute für derartige Fragestellungen) fragen, welche Schlüsse man aus einer Erhebung von KV-Abrechnungsdiagnosen ziehen kann, bevor sie der Bevölkerung einen derartigen Unsinn erzählen, mit dem Ziel weitere dringend notwendige Untersuchungen zu verhindern.
 
Aber die Gewinnung von Information und Daten ist ganz offensichtlich nicht das eigentliche Ziel von Herrn Niederstraßer.
Vielmehr versucht er, jede Gelegenheit zur Verzögerung bzw. Verhinderung der Beauftragung erfahrener Toxikologen zu nutzen und nach jedem Strohhalm zu greifen, die Brisanz vorhandener Studiendaten durch irgendwelche eigenmächtigen, laienhaften Uminterpretationen oder Sammeln von irrelevanten Daten, Behauptungen etc. zu vertuschen und der Bevölkerung weiszumachen, hier sei alles in bester Ordnung.

Für wie dumm halten Sie uns eigentlich Herr Niederstraßer?
Seien Sie ehrlich, es geht Ihnen nicht um unsere Gesundheit und eine gesunde Umwelt, es geht ihnen nur um Lobbyarbeit für die Industrie!


Diese offensichtliche Unehrlichkeit ist nicht zu überbieten!
Soll man Herrn Niederstraßer überhaupt noch ein Wort glauben, wenn man zum Beispiel am Runden Tisch mit ihm diskutiert?
Oder gehört diese Veranstaltung auch zu seiner Verzögerungstaktik?
Nebenbei bemerkt, wurde die Auswertung der KV-Daten von Otto Wilke initiiert und von seinem Parteikollegen F. Dastych ausgeführt.
Es ist zu bedenken, dass eine Debatte darüber, dass Atemwegserkrankungen angeblich in Bad Arolsen häufiger auftreten sollen als in Korbach, Fragen über die dortige Luftqualität und damit die Rechtmäßigkeit des Prädikates einer Badestadt aufwerfen könnte.

Es gibt einige Daten, die den Verdacht auf eine hohe Luftbelastung mit Schadstoffen in Korbach nahelegen.
Die Studie von Prof. Ranft (dabei handelt es sich sehr wohl um eine Studie mit einer klaren, aber natürlich begrenzten Aussage) hat Verdachtsmomente dafür erbracht, dass in bestimmten Regionen Korbachs die Luftqualität schlecht ist.
Auch die Flechtenstudie, die dank des hohen Engagements von Herrn Wiegand (FDP) durchgeführt wurde, erbrachte Hinweise auf eine schlechte Luftqualität, und zwar in den selben Regionen Korbachs.
Nach Aussage von Frau Professor Windisch gibt es deutschlandweit keine einzige Stadt vergleichbarer Größenordnung, in der die Luftqualität ähnlich schlecht ist!!
Wollen die verantwortlichen Politiker uns ernsthaft erzählen, dass die Auflistung von KV-Abrechnungsdaten ohne fachlich statistische Aufarbeitung dazu dienlich sein könnten, diese gravierenden Hinweise und Verdachtsmomente vom Tisch zu wischen und weitere Untersuchungen von Gesundheit und Luftqualität überflüssig zu machen?
Das wäre die Bestätigung, dass wir uns auf sehr laienhaftem Interpretationsniveau bewegen, und dass unsere Politiker ganz offensichtlich nicht imstande und nicht willens sind, geeigneten Sachverstand einzuschalten.

Die Politiker können sich darauf verlassen, dass die BI nicht nachlassen wird, diese fadenscheinige Fehlinformation der Bevölkerung immer wieder transparent zu machen.
Im Gegensatz zu ihnen sind wir in der Lage, Fachleute aus eigenen Reihen und von außerhalb einzuschalten und fundierte Argumentationen zu liefern.
Jeder Korbacher konnte sich davon in den letzten Jahren immer wieder überzeugen.

Die BI fordert deshalb:



Bürgerinitiative für ein lebenswertes Korbach

 

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