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Quecksilber

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Pressemitteilung des RP Kassel

Kassel, Donnerstag, den 27. August 2009 Nr. 068/09

 

Erneute Betriebsstörung im MHKW Korbach:

Quecksilbergrenzwert überschritten

Im Müllheizkraftwerk Korbach hat es am Mittwoch, 26. August 2009, eine erneute Betriebsstörung gegeben. Nachdem das RP Kassel als Aufsichtsbehörde darüber informiert wurde, dass es Überschreitungen beim Quecksilbergrenzwert gab, wurde die Betreiberin aufgefordert, die Anlage sofort stillzulegen. Dem ist die Betreiberin nachgekommen.

Die Ursache für die erhöhten Quecksilberwerte ist noch nicht bekannt, und entsprechende Untersuchungen werden derzeit durchgeführt.

Bis zum Mittwochabend war das Regierungspräsidium lediglich darüber informiert worden, dass es Probleme mit dem Messgerät für die Quecksilberwerte gebe. Darüber, dass die Quecksilberwerte tatsächlich überschritten wurden, erhielt die Aufsichtsbehörde heute Auskunft.


Online-Zeitung WLZ mit Kommentaren

Weiterer Artikel in der Online-Zeitung WLZ

Beitrag zu Bodenproben in der Hessenschau vom 3. Dez. 2009 (Flash-Video, Flash-Plugin erforderlich, ca. 11 MByte)


Aktuelle Messwerte der MVA in Korbach bitte hier klicken.

 

 

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Pressemitteilung
Studie:
Quecksilberemissionen durch die Müllverbrennung
Autor: Umwelting. Peter Gebhardt

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Grenzwertüberschreitungen in Abfallverbrennungsanlagen des toxischen Schwermetalls Quecksilber in der BRD an der Tagesordnung sind. Im Rahmen einer Untersuchung, die alle derzeit in Betrieb befindlichen Hausmüllverbrennungsanlagen mit einbezog, wurde festgestellt, dass Grenzwertüberschreitungen in über der Hälfte der Anlagen, bei denen Quecksilber kontinuierlich überwacht wird, in den letzten Jahren beobachtet werden konnten.

Der bislang bedeutendste Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 2001 in der MVA Weisweiler und ist auf eine illegale Quecksilberentsorgung zurückzuführen, von der der Anlagenbetreiber keine Kenntnis hatte. Nach Recherchen des Autors wurde schätzungsweise eine (1) Tonne Quecksilber in der Anlage mit verbrannt. Ca. 35 kg wurden über das Abgas in die Luft der Region emittiert. Ähnliche Vorfälle, allerdings nicht in der Größenordnung von Weisweiler ereigneten sich auch an anderen Abfallverbrennungsanlagen in Hamburg, Bonn, Offenbach. Die Studie kommt weiter zu dem Ergebnis, dass ca. 40% der in Deutschland (2005) betriebenen Abfallverbrennungsanlagen keine kontinuierliche Quecksilbermessung aufweisen. Zwar schreibt der Gesetzgeber in der 17. BImSchV diese kontinuierliche Messung laut EU-Richtlinien vor, lässt aber gleichzeitig über Ausnahmeregelungen ein Hintertürchen offen. Ob gravierende Grenzwertüberschreitungen auch bei diesen Anlagen in der Vergangenheit auftraten, konnte bedingt durch die fehlende Messtechnik nicht ermittelt werden.

Zwar sinkt der Anteil an Quecksilber im Abfall seit einigen Jahren deutlich, dennoch ist auch inden nächsten Jahren und Jahrzehnten immer noch mit erheblichen Mengen des toxischen Schwermetalls im Abfall zu rechnen. Daher fordert die Studie eine lückenlose kontinuierliche Überwachung aller MVA, EBS-Anlagen sowie der Mitverbrennung von Abfällen in Stahl-, Zement-, und Kohlekraftwerken in Deutschland durch die ersatzlose Streichung der Ausnahmeregelung der 17. BImSchV. Denn nur dort, wo die Probleme erkannt werden können, lassen sich erfolgreich Maßnahmen ergreifen, diese Schadstoffeinträge drastisch zu reduzieren.

Die Studie wurde im Auftrag mehrerer Bürgerinitiativen in der BRD vom Ing. Büro Peter Gebhardt / Lollar-Salzböden erstellt. Diese ist über die Homepage des Landesverbandes DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Schleswig Holstein im Internet abrufbar unter:

http://www.umwelt.schleswig-holstein.de/servlet/is/64759/Quecksilber-Studie_MVA.pdf

sowie per Mail über:

Umwelt-Dipl.-Ing. Peter Gebhardt : gebhardt.p@t-online.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (Autor der Studie)

sowie :

Klaus Koch / Umweltnetzwerk Hamburg : umweltnetzwerk@vodafone.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zu erhalten.


KGV-Rundbrief / Öko-Institut e.V., Ausgabe 1/2000
Stand der Technik bei der Rauchgasreinigung v. Müllverbrennungsanlagen
(alles nur Luft ?)
(Artikel von Peter Gebhardt für den KGV-Rundbrief)

(PDF-Datei)


Quecksilberemissionen durch die Müllverbrennung
Im Auftrag der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld e.V., Bürgerinitiative SALUT (Saubere Luft an Hundem und Lenne“ e.V.) sowie der Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. in Kooperation mit

dem Umweltverband DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Landesverband Schleswig-Holstein e.V. / Klaus Koch und Dr. Hermann Kruse, Institut für Toxikologie der Universität Kiel

Autor: Dipl. Ing. Peter Gebhardt

(PDF-Datei)

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